Schlagwörter

, ,

Dieser Text ist schon etwas älter, aber für viele noch immer relevant, deshalb hier noch mal:

Aspekte, ein ewig langes Thema, aber umso wichtiger, dass man endlich dahin kommt, sein Leben selber in die Hand zu nehmen statt sich von Aspekten herumschubsen zu lassen. Herumgeschubst werden, genau das ist eigentlich Standard in unserer Welt. Wir glauben gerne, dass wir einem Schicksal unterliegen, dass der Zufall regiert oder ein „lieber“ Gott uns so einiges auferlegt hat. Das stimmt aber nicht.

Wer schon etwas weiter ist, der übernimmt die Verantwortung für sein Leben, was bedeutet, dass er weiß, dass alles, was ihm widerfährt, selbstgemacht ist. Aber hat er sich wirklich z. B. diesen Unfall selber erschaffen, hat er sich diesen Mangel gewünscht, hat er gewollt, dass … was auch immer ihm so passieren mag. Hat er das gewollt, war das seine freie und bewusste Wahl?

097 Kohlmeise 1

Wenn die Antwort nein lautet, wer ist dann dafür verantwortlich? Da es nichts und niemanden im Außen gibt, der etwas für ihn erschaffen kann, muss es also von innen kommen, aus ihm selbst heraus. Hat er es nicht gewählt und kommt aus ihm selber, dann sind es seine Aspekte, die das Ruder in der Hand halten und nach eigenem Gutdünken die Dinge in sein Leben holen. Jeder Aspekt hat eigene Ansichten, wie etwas sein sollte. Und oft genug sind dann die Schöpfungen sehr, sehr widersprüchlich. Solange du dasitzt und dir das Treiben einfach nur ansiehst, wird sich nichts ändern. Da kannst du wählen, was du willst, die Aspekte grinsen nur, sie nehmen dich nicht für voll, da du dir das ja gefallen lässt. Es war immer so, warum sollten sie freiwillig aus ihrer Stellung zurücktreten?

Du hast diese Aspekte erschaffen, sie sind gemacht, um dir zu dienen. Wenn du im Mangel sitzt, obwohl du Fülle gewählt hast (um nur ein Beispiel zu nennen), dann ist wohl klar, die Aspekte dienen dir NICHT! Du hast ja nie gewusst, dass du die Führung übernehmen musst, damit sie ihre Aufgabe auch erfüllen. Und nun sieh dir mal deine Autorität an.

Wikipedia definiert Autorität so: … Autorität ist nicht vornehmlich als Eigenschaft, sondern hauptsächlich als Beziehungsqualität zu begreifen; die Autorität bedarf der Anerkennung anderer, das Autoritätsverhältnis ist zweiseitig. Dabei kann es sich um die verschiedensten Beziehungsformen handeln, insbesondere können die Grade der Freiwilligkeit der Anerkennung viele Formen annehmen…

Ich habe heute Morgen erst wieder feststellen müssen, dass ich in meinem Lieblingsspiel überhaupt keine nennenswerte Punktzahl mehr erreiche. Klingt banal, ist aber ein Zeichen dafür, dass mein Spieleraspekt nicht im Traum dran denkt, mit mir zu spielen. Und das bringt mich dann doch wieder dazu, die Zügel anzuziehen. Es ist wichtig, dass die Aspekte zu jeder Zeit meine Autorität fühlen können, sonst tun sie, wozu sie Lust haben, aber nicht das, was ich will.

Doch wie kann man dahin kommen, dass sie einem gehorchen? Ganz einfach, man befiehlt es ihnen. Der Satz kann dir einiges an Klarheit vermitteln. Sprich es laut aus und höre auf deinen eigenen Ton:

„Ich befehle euch, mir zu dienen!“

Wie hört es sich an? Bittend, quengelnd, fordernd, vielleicht sogar etwas jämmerlich? Lausche mal hinein, und fühle, ob das wohl die Worte eines Generals sind, der gewohnt ist, dass die Kompanie ihm gehorcht, wenn er befiehlt. Klingst du so? Oder sagst du General vielleicht zu deinem Untergebenen: „Ich dachte dran, morgen früh um fünf eventuell einen Angriff zu wagen, was meinen Sie? Könnten Sie es einrichten, dass die Truppe um halb fünf abmarschbereit wäre…?“

Wenn dein Ton sich so ähnlich anhört, dann werden deine Soldaten sich bestimmt bis um neun im Bett herumlümmeln, danach Karten spielen, rauchen, ein Bier trinken und heimlich oder unheimlich Witze über dich reißen.

Scherz beiseite, willst du dein Leben in die Hand nehmen, dann sei der General, verlange Gehorsam und Respekt und setze dies auch durch, indem du zu einer natürlichen Autorität gelangst. Mit diesem Satz: „Ich befehle euch, mir zu dienen“, kannst du immer wieder prüfen, wo du dabei stehst. Variiere den Ton, die Lautstärke, spiele damit herum, bis du alle Schattierungen kennst. Je länger und öfter du diesen Satz sagst, so sagst, dass du selber davon überzeugt bist, desto schneller werden auch deine Aspekte davon überzeugt sein, dass du es ernst meinst, indem du ihnen ihren Dienst abverlangst.