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Dieses Buch (Handbuch für den Aufstieg) von Tony Stubbs ist immer wieder eine Fundgrube. Mir fiel es gerade wieder in die Finger, ich schlug es auf und war fasziniert. Ich zitiere:

Oberflächlich betrachtet, haben Scham und mangelnde Kontrolle wenig mit Macht zu tun. Und doch stehen sie in Verbindung. Andere durch Kontrolle und Macht zu dominieren, ist eine direkte Reaktion auf die Scham der Zellebene und ein Versuch, sie zu unterdrücken. Du hast die Scham dort hinein gegeben, um zu verhindern, dass du deine wahre Macht spürst. Deshalb erfordert der Umgang mit Scham wahre Macht, und diese ist gleichzeitig das Resultat des Loslassens der Scham.

Wahre Macht ist ein „Seins“-Zustand, kein „Tun“. Macht auszuüben ist der alte Weg, Macht zu sein, bedeutet, den Geist auszudrücken. Dies heißt allerdings nicht, auf einer Matte zu sitzen und für den Rest deine Lebens Energie auszustrahlen. Du kannst weiterhin handeln, doch nun schöpfst du aus diesem ruhigen und stillen Ort in dir, der weiß, dass er ein ungeheures, unbeschränktes Wesen ist, das in Harmonie mit Allem-Was-Ist arbeitet.

055 Andreas Rose 2

Genau wie „das Tao“, das ausgesprochen werden kann, nicht „das wahre Tao“ ist, ist die Macht, die ausgeübt werden muss, nicht die wahre Macht. Wahre Macht ist stark und doch bescheiden, denn sie kennt ihre Stärke. Stärke bedeutet, ohne Angst zu leben, denn Angst verneint deine Fähigkeit, deine eigene Realität zu erschaffen. Du bist in Sicherheit, denn es gibt keine Fremden, du bist in Harmonie mit der Natur und allen ihren Schöpfungen.

Wahre Macht erlaubt dir, wirklich zu lieben, denn du hast keine Angst vor Zurückweisung oder Schmerz. Du gibst dich selbst, denn du weißt, dass Zurückweisung ein Zeichen ist, dass die andere Person nicht empfangen kann, was du wirklich bist. Du stehst mit keinem in Konkurrenz, denn Konkurrenz beruht auf Scham und verneint die Meisterschaft aller Beteiligten. Und du weißt, dass du letztendlich mit dir selbst konkurrierst. Wahre Macht handelt selbstlos und weiß, dass keiner sie ausnutzen kann. Sie vergibt ohne Bedingungen, denn sie fließt mühelos durchs Leben.

Du weißt um deine Rolle als Miterschaffer aller Ereignisse deines Lebens. Du beschuldigst keinen, nicht einmal dich selbst, denn du folgst dem Geist in jedem Moment. Du beurteilst nichts und niemanden, denn du weißt, dass Urteilen auf Scham basiert. Statt dessen blickst du auf den Geist und siehst, was in diesem Moment wahr ist. Und aus dieser Perspektive siehst du alles als Geist-der-sich-ausdrückt, und der durch Persönlichkeiten handelt. Du magst vielleicht nicht die Vollkommenheit im Ausdruck des anderen erkennen, doch du weißt, dass du nicht ihr Richter bist. Also gib ihnen einfach den Raum, den sie brauchen, und lass dich nicht von ihrem Ausdruck verwirren.

Wenn Leiden in dein Leben kommt, versuche nicht, es zu vermeiden. Erfahre es und ehre deine Kreativität, mit der du es erschaffen hast.

Das größte Zeichen einer wahrhaft machtvollen Person ist die Fähigkeit, sich selbst zu geben, die Liebe des Geistes ungehindert anderen Menschen zufließen zu lassen. Wie wir gesehen haben, ist Liebe nicht etwas, was du tust, sondern etwas, was du zulässt. Ich sehe viele Lichtarbeiter, die sich hinter einer falschen Bescheidenheit oder Demut verstecken, denn sie manipulieren sich, um lieb und nett zu erscheinen. Bitte rede dir selbst deine Macht nicht aus. Viele denken, dass man der sogenannten New Age Bewegung nur angehören kann, wenn man alle Macht aufgibt. Das ist ein großer Irrtum! Du bist hier, um dem Planeten und seinen Bewohnern zu dienen. Du kannst das nicht tun, wenn du wimmernd in der Ecke sitzt. Du bist Geist-im-Fleisch und mit einer Mission hierher gekommen. Lass also deine wahre Macht zu und sei, wer du bist. Alle Handlungen, die du dann vornimmst, basieren auf deiner wahren Macht und kommen aus dem Seinszustand deiner eigenen ungeheuren Herrlichkeit.

Das heißt nicht, dass du nicht auch lieb und nett sein darfst. Aber handle immer aus Liebe, Mitgefühl und Furchtlosigkeit und tue alles, was sich im Moment richtig anfühlt. Manchmal wirst du alleine handeln, und manchmal wirst du mit anderen Meistern gemeinsam etwas kreieren. Du schreitest in eine Zeit des großartigsten Ausdrucks deiner selbst, und kein Teil von dir ist dessen unwert.

Ich habe Hochachtung vor dir, da du dieses Leben auf dich genommen hast. Ich will dich zum Abschluss dieses Kapitels nochmals daran erinnern, was für ein machtvolles Wesen du wirklich bist, und dass du – in Zusammenarbeit mit anderen Lichtarbeitern – wahre Wunder bewirken kannst.