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Textstelle aus dem Film: Mr. Hollands Opus
„Weißt du schon, was du jetzt tun willst?“
„Tja, für ne Rockgruppe bin ich zu alt. Ich werde wohl zu Hause tätig werden und Leuten Klavierstunden geben.“
„Ich würde gern in Pension gehen…“
„Ich werde nicht pensioniert, ich werde rausgeschmissen! … Willst du die Wahrheit wissen? Ich hab ne Scheißangst.“
„Die wissen doch gar nicht, wie sehr du ihnen fehlen wirst.“
„Glaubst du das wirklich?“
„Zweifelst du etwa daran?“
„Wenn du es genau wissen willst: Ja! Es ist schon fast zum Lachen. Erst werde ich da hineingezogen und halte es kaum aus, und jetzt ist es das einzige, woran mir etwas liegt und… Da bemühst du dich dein ganzes Leben. Du arbeitest 30 Jahre lang, weil du daran glaubst, dass das, was du tust, etwas bewirkt. Du glaubst, es bedeutet anderen etwas, und eines Morgens wachst du auf und musst erkennen, dass du dich leider Gottes in dem Punkt etwas geirrt hast. Du bist… entbehrlich!“

Das ist der grundlegende Irrtum, dem eigentlich fast jeder Mensch unterliegt. Wir glauben, wir würden etwas in der Welt bewirken, indem wir etwas für andere tun. So herum hat es noch nie funktioniert (man kann es nur glauben, wenn man die Augen fest zumacht). Wir bewirken etwas, indem wir selber uns verändern, indem wir zu dem werden, der wir sind und nur das tun, was in uns ist und heraus will. Wer den Film kennt: Mr. Holland wollte eigentlich Musik komponieren, musste aber aus finanziellen Gründen als Musiklehrer arbeiten und ging allmählich in diesem Beruf auf. Doch das, was tief in seiner Seele war, der Wunsch nämlich, zu komponieren, ging im Alltag unter.

Er hat das gemacht, was fast jeder von uns auch macht oder gemacht hat, nämlich das beste aus den Umständen. Auch wenn ihm etwas an seinen Schülern lag, es war nicht das, was in seiner tiefsten Seele vorhanden war, der Selbstausdruck in Form von Musik!

066 Bananawood

Jeder, der jetzt noch glaubt, dass sein Leben wertvoll wäre, weil er etwas in der Welt bewirkt, indem er etwas für andere tut, irrt gewaltig. Nur indem du das, was ganz tief in dir verborgen ist, findest und zum Ausdruck bringst, verändert das die Welt. Es geht dabei nicht um das, was du ausdrückst, es geht bei der Veränderung darum, dass jede Seele sich hier auf Erden entfalten kann. Und nur das verändert wirklich und nachhaltig. Kein Kontrollorgan braucht diese Veränderung zu planen oder zu dirigieren, sie findet in göttlicher Harmonie statt, so vollkommen, wie etwas nur sein kann! Also liegt es jetzt an jedem einzelnen, seinen ganz persönlichen Traum zu verwirklichen, dann braucht keiner mehr die Bestätigung von anderen („du glaubst, es bedeutet anderen etwas). So etwas ist Selbstverwirklichung!