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Ich bin in der überaus seltsamen Lage, dass ich weder reden mag noch etwas schreiben kann, bis heute morgen, da las ich das Stichwort „Sans Definition“, der „Raum der Leere, den man nicht mit Worten erklären kann“. Man kann ihn nur fühlen. Und genau das ist es, da bin ich, in einer seltsamen Leere. Ich habe keine Vergangenheit mehr, ich sehe nichts für die Zukunft, nichts im Hier und Jetzt. Ich sitze da, tue den lieben-langen Tag nichts und bin glücklich und zufrieden damit. Ab und zu meldet sich mein Verstand und versucht, mich dazu zu bewegen, irgendetwas zu tun, denn nur herumzusitzen, ist so ungewohnt. Doch wenn ich dann hineinfühle, ob ich dies oder jenes tun möchte, kommt nur der eindeutige Impuls, NICHTS zu tun. Und das tue ich dann auch: nichts.

Das Seltsamste daran ist, dass ich damit vollkommen zufrieden bin. Ich beschäftige mich mit Spielchen oder Videos oder sehe einfach aus dem Fenster. Früher hätte mich ein solcher Zustand auf die Palme gebracht, ich hätte das nicht ausgehalten. Inzwischen – wenn ich nicht darüber nachdenke – fühle ich mich wohl damit. Die Zeit rinnt an mir vorüber, das ist egal. Ob ich lebe oder sterbe, das ist auch egal. Und das ist für den Verstand nicht mehr zu begreifen. Dann schnattert er wieder los und führt auf, was alles seiner Meinung nach nicht stimmt, und dass ich doch etwas ändern muss, weil SOOOO geht das doch nicht!

Aber ehrlich, außer dass dies der verrückteste Zustand von allen möglichen Zuständen ist, ist eigentlich alles in Ordnung. Ich befinde mich eben im Raum ohne Definition, Sans Definiton. Und wenn ich jetzt nur meine Unterlagen finden würde, die bei all den neuen und neugemachten Computern irgendwo unauffindbar abgespeichert sind, würde ich ja mal nachschlagen, was genau in den Shouds darüber gesagt wurde, denn allmählich will mein Verstand auch mal wieder etwas Futter abkriegen. Immer soll er zu all den Verrücktheiten schweigen. Das geht sicher leichter, wenn er versteht, dass er davon nichts versteht…


Merabh for Kaiko – Adamus St. Germain channeled by Geoffrey Hoppe