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Schon zu atlantischen Zeiten hielt man sich Sklaven. Sie dienten nicht nur zur Arbeit sondern vor allem wissenschaftlichen Zwecken. Wir züchteten damals Babys aus der Retorte, hielten sie auf „Farmen“, um sie zu gebrauchen oder zwecks Untersuchungen auseinanderzunehmen. Darauf will ich hier nicht näher eingehen, weil dieses Wissen dem Magen meiner Leser schaden könnte.

Diese Sklaven konnte man frei herumlaufen lassen, denn man bediente sich einer besonderen „Technik“, um sie dennoch zu überwachen: Jeder bekam ein metallenes Stirnband um den Kopf, das als Empfangsgerät eines bestimmten energetischen Feldes diente, wodurch der Sklave durch seinen Herrn mental ansprechbar wurde. Es war Gedankenübertragung. Wenn der Herr des Sklaven diesen rief, hörte der es in seinen Gedanken und folgte dem Ruf. Er konnte gar nicht anders, es war wie ein Zwang, ein Sog. Der Sklave hörte auch die Gedanken aller anderen Sklaven. Es war ein Massenbewusstsein, ein energetischer Pool, in dem alle Gedankenenergie der Sklaven sowie ihrer Herren gesammelt war. Dieser Pool baute sich mehr und mehr auf, je länger dieses Verfahren angewandt wurde.


Casey Breves – I Touched The Fire

Ein Sklave lief frei herum und war durchaus in der Lage, dieses Stirnband abzunehmen. Was er dann feststellte war, dass er die Gedanken aller anderen nur noch sehr, sehr leise hörte. Fast könnte man sagen, er fühlte das Wissen aus dem Pool mehr, als dass er noch etwas hörte. Wer das ausprobierte, machte es allerdings nur testweise, denn es war sehr schwer, sich diesem Massenbewusstseins-Pool zu entziehen. Es war fast wie eine Sucht, sich wieder anzuschließen. Und wenn der Herr rief, dann folgte der Sklave. Darin fand er seine Sicherheit…

… bis heute. Atlantis mag zwar untergegangen sein, dieses Energiefeld jedoch bestand und besteht weiter. Das heutige Massenbewusstsein ist ein Phänomen, das aus diesen sehr lange zurückliegenden Zeiten übrig geblieben ist. Es funktioniert bis heute einwandfrei, weil dieser Pool, nachdem er einmal installiert und energetisch gefüllt war, sich nicht einfach auflöste. Dieses Energiefeld blieb bestehen, nur änderten sich im Laufe der Jahrtausende selbstverständlich die Inhalte. Das Feld wird gespeist aus den Gedanken aller Menschen – und alle Menschen haben Zugang zu diesem Feld und holen sich von dort ihre Ansichten und Meinungen. Man kann dieses Feld mit dem Wort „man“ gleichsetzen. „Man“ tut das nicht. „Man“ kleidet sich heutzutage so und so. „Man“ tut wenigstens so, als sei man ein guter Mensch (auch wenn man selber gelinde Zweifel daran haben mag). „Man tut das und das“ ist die Information, die „man“ sich aus diesem Massenbewusstsein holt.

Wir sind heute in der westlichen Konsumgesellschaft so stark am Massenbewusstsein orientiert und so stark beeinflusst, dass es fast unmöglich scheint, sich dort auszuklinken. Wir konsumieren, was das Fernsehen uns bietet. Jeder weiß, wie schwer es ist, den Apparat abzuschalten. Stattdessen zappen wir uns durch die Programme, wenn wir nichts Rechtes finden, was wir uns antun lassen wollen. Daran kann man am besten den Sog, den Zwang spüren, den schon die damaligen Sklaven spürten. Sie setzten ihr Stirnband wieder auf! Und wir zappen weiter…

Schon im Grundschulalter wird uns mitgeteilt, dass „man“ täglich die Zeitung zu lesen hat, damit „man“ informiert ist, mitreden kann. Dabei weiß doch jeder, der nur mal kurz drüber nachdenkt, dass der Zeitungsschreiber auch nur „der Herr Kaiser von nebenan“ ist, also nicht wirklich mehr weiß, als jeder andere Mensch auch. Journalisten informieren sich kurz da, wo jeder andere sich auch informieren kann, und dann schreiben sie los, ihre Meinung, ihre Ansichten… Und die werden als denkwürdig propagiert, als „nicht zu verpassen, damit man mitreden kann“. Dabei habe ich in meinem ganzen Leben noch nie mit irgendjemand über Zeitungsthemen gesprochen. Meist verstehen die Leser ja nicht einmal, was da passiert. Beispiel: Als der „eiserne Vorhang“ fiel und später Bücher über Gorbatschow veröffentlicht wurden, konnte man gut nachlesen, dass zur „Tatzeit“ keiner wirklich wusste, was los war, und schon gar kein Pressemensch! Warum also sollen wir das Geschehen aus zweiter Hand verfolgen, das uns so serviert wird, dass wir so voll davon sind, dass keiner wirklich dazu kommt, darüber nachzudenken? Und wenn schon, was würde es denn nützen, wenn ich beispielsweise weiß, dass die amerikanische Regierung vermutlich für den Fall 9/11 verantwortlich war? Was soll das?

Es ist Massenbewusstsein, Massenzwang, Massenhypnose, was da passiert (abgesehen vom Drama, in dem wir alle so gern baden).

Wie kann sich einer dieses unsichtbare Metallstirnband vom Kopfe reißen, um wieder eigene Gedanken zu haben, eigene Ansichten zu Themen, die ihn selber berühren, zu Themenbereichen, die er auch ändern kann, und bei denen er nicht nur hilflos danebenstehen muss, um entfernter Zeuge (aus zweiter Hand) von Begebenheiten zu werden, die sein eigenes Leben nicht einmal tangieren?

Das Erste und Wichtigste ist: Fernseher ade! Und als zweites werden alle Tageszeitungen, Zeitschriften und Journale verbannt. Das spart eine Menge Zeit und Geld! Dann kann der hypothetische Mensch (von dem ich hier ausgehe) beginnen zu überlegen, was ihn wirklich interessiert. Und dann kümmert er sich darum und nicht um ungelegte Eier auf der anderen Seite des Erdballs.

Ich habe seit vielen Jahren keinen Fernseher mehr, lese schon viel länger keine Zeitung, blättere allenfalls mal beim seltenen Zahnarztbesuch kurz in den dort herumliegenden Illustrierten. Alles Wesentliche, wie z. B. die Einführung (und auch die Abschaffung) der Praxisgebühr und die zweimal jährlich stattfindende Zeitumstellung erzählt mir mein Kind. Ebenso diese schier unglaublichen Ereignisse, wie z. B. der Tod von Queen Mum, wurden mir so zuteil. Und damit ist eigentlich mein Bedarf an Neuigkeiten aus der Welt schon voll gedeckt. Alles, was ich wirklich wissen will, das kommt von ganz allein auf mich zu, sei es, dass mir ein Buch in die Hände fällt, oder ich im Internet „zufällig“ auf eine Information stoße, die ich gerade gebrauchen kann. Auch der Wetterbericht, falls mich der einmal interessieren sollte, kommt von daher. Und ich schwöre es: In den fünfzehn Jahren meiner Medienabstinenz (Stirnbandabstinenz) hat noch niemand mit mir über aktuelle Tagesereignisse zu sprechen gewünscht, ebenso wenig wie in all den Jahren davor!!!

Dafür hab ich viel Zeit für mich und meine eigenen Gedanken. Ich kenne inzwischen den Unterschied zwischen dem, was IN MIR vorgeht, was MEIN KOPF produziert und dem Massenbewusstsein. Ich sehe den fatal starken Einfluss dieses Massenzwanges auf das Leben der ganz normalen Menschen, und wie wenig sie diesen Einfluss überhaupt wahrnehmen KÖNNEN, denn sie sind derart eingebunden darin, dass sie ihn für einen Teil von sich selber halten.

Meiner Meinung nach ist der bloße Versuch, sich vom Massenbewusstsein nicht beeinflussen zu lassen, allein aufgrund eines Vorsatzes nicht möglich. Es erfordert mehr, nämlich wenigstens eine zeitweise Abstinenz, um überhaupt die Ausmaße der Einflüsse erkennen zu können.

Wenn dann das Unterscheidungsvermögen geschult ist, ist es Zeit zu überlegen, wieweit sich jemand dieser Hypnose noch aussetzen will, oder ob er so rigoros wie ich diesen Einfluss eliminiert zugunsten eines freieren Lebens, einer ganz eigenen Meinung und anderen Möglichkeiten, an Wissen über spezielle Begebenheiten zu gelangen, die niemals in der Zeitung stehen würden!

Und dann bleibt ja immer noch der bewusste und willentliche Zugang zum Massenbewusstsein, wenn es denn gewollt wird. Aber wer will das dann bloß noch?