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Der Mensch glaubt immer so gern, dass er von einem Schicksal gelenkt wird oder die Vorgaben eines Hohen Selbst verwirklichen muss oder gar, dass da ein Gott im Himmel sitzt, der alles schon vorher weiß und uns arme Menschlein nur unseren Parcours ablaufen lässt und drauf wartet, dass wir, die wir doch alle böse Sünderlein sind, nun endlich mal einen Fehler machen, den er dann rügen kann. Doch das ist nicht so.

Wenn es uns schlecht geht, neigen wir dazu, irgendwo ein MUSS her zu ziehen…. Es MUSS doch einen Sinn haben, dass ich so leide. Ich MUSS doch hier entlang, ich fühle es genau, meine Seele will, dass ich das tue…

„Ich kann ja nichts dafür, der liebe Gott will, dass ich arm bin…“

Nix is. Das will er nicht, und es muss auch gar nichts und niemand irgendwas.

Wir haben allezeit den freien Willen. Was wir nicht so leicht begreifen können ist, dass wir trotz des freien Willens, der das bestimmt nicht wollte, uns oft so tief reinreiten. Und wenn wir dann im Elend sitzen, dann muss irgendein MUSS herhalten, um unsere „Unschuld“ zu beweisen.

Wir haben kein Ziel, wir müssen gar nichts, kein Karma abarbeiten, kein Elend aushalten, keinen unsichtbaren Fäden gehorchen, die von irgendwo da oben gezogen werden, und denen wir anscheinend nicht ausweichen können. Wir haben die Wahl, was wir für uns akzeptieren wollen. Und wenn uns das, was da ist, nicht gefällt, dann müssen wir einmal näher betrachten, was wir uns da erschaffen haben, und warum das so geschehen ist. Es hat Gründe, die man ändern kann.


Youngest violinist – Masha Marshon (11yrs old) with the Israel Philharmonic