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Da ich ja nicht ununterbrochen arbeiten kann, überlege ich, was ich sonst noch alles machen könnte – und komme auf Dinge, die ich jetzt aus den unterschiedlichsten Gründen nicht tun kann (z. B. nach Ägypten fahren oder auf Hawaii sitzen und aufs Meer hinaussehen, im Neckar baden oder in einer Scheune ins Heu fallen etc.).

Jetzt kann ich da hocken und mich bedauern. Das festigt den Zustand nur, denn ich lege meinen Fokus auf den Mangel (dabei ist es doch bestimmt kein Mangel, wenn ich beschließe, bei den Temperaturen NICHT im Neckar zu baden). Ich kann mich auch umsehen und überlegen, in welch seltsame Situation ich mich dadurch gebracht habe, dass ich diesen Aufstiegsweg gewählt habe. Das erschafft mir für die Zukunft genau das, was ich bereits habe (und was mir momentan weniger gut gefällt).


Bird Set Free – Casey Breves live cover ft. Jason Pitts

Was ein bisschen seltsam anmutet, ist dies: Ich ignoriere all das, was ich haben will, aber nicht habe, ich ignoriere auch meine jetzige Gesamtsituation. Ich jammere nicht, ich hadere nicht, ich versuche nicht, mich davon zu lösen sondern akzeptiere einfach das, was ist.

Aber was mache ich dann?

Ich suche mir das, was mir Freude macht (das ist die Arbeit, die mir ab und zu zuviel wird) und richte meinen Fokus nur darauf! Ich beschäftige mich damit in Gedanken, wenn ich nicht mehr schreiben kann, ich entwerfe, ich gestalte, ich überlege, plane und imaginiere das fertige Ergebnis und freue mich daran. Wenn gar nichts mehr geht, hilft auch mal abschalten bei einem Video. Aber sonst hab ich gerade nichts anderes, keine Scheune, um mich ins Heu zu schmeißen, und auch Ägypten ist nicht angesagt. Also gehe ich mit meinen Gedanken und Gefühlen … nein, nicht in die Zukunft! Ich gehe ins Jetzt, ich bin jetzt dabei und genieße das, was ich mache. Und genau das nimmt allmählich Gestalt an und kommt in diese Wirklichkeit. Und was dann daraus erwächst, bringt mich meinem ägyptischen Traum näher. Und das nächste, das mir einfallen wird, aus der Freude heraus zu erschaffen, bringt mich noch näher dorthin, wo ich eigentlich sein will.

Solange ich auf das schiele, was mies ist in meinem Leben oder das, was ich nicht haben kann, solange wird sich nichts ändern. Aber mit dem Fokus auf dem, was Freude macht, wie wenig das auch im Anfang sein mag, kommt das Gewünschte mit Riesenschritten näher!

Es klingt so banal, wenn ich das in schnöde Worte fasse, aber es zu fühlen ist, als hätte sich eine Tür zur Erkenntnis geöffnet und dahinter sehe ich all die Geschenke liegen, die auf mich warten. Es hat nur so unendlich lange gedauert, aus dem Verstand rauszugehen, um die Dinge zu fühlen und fühlend zu begreifen, wie einfach es ist, alles in meinem Leben nach meinen Wünschen zu gestalten.

Es ist so simpel: Sieh auf das, was du haben willst und fühle es, als wäre es bereits da. Fühle das Leben in jedem Moment, dann wird das Gefühl dir die Richtung weisen. Und lasse alles sofort fallen, was dir ein schlechtes Gefühl vermittelt. Schlechte oder negative Gefühle sind der Wegweiser deiner Seele, die dir sagen will, dass das, was du da gerade machst, nicht zu dem führt, wo du sein, und was du fühlen willst. Positive Gefühle sagen dir natürlich, dass du geradewegs auf dem Weg bist, den deine Seele für dich bereitet hat, um dir all das zu schenken, was du dir nur wünschen kannst! Folge einfach dem Gefühl!