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Wenn einem etwas egal ist, dann glaubt die Welt gleich, dass man gleichgültig ist, dass man sich für nichts interessiert, dass man den Löffel abgeben will. Aber eigentlich bedeutet es nur, dass es egal, also gleich gültig ist, wenn zwei Ansichten aufeinander prallen oder zwei Meinungen herrschen, zwei Kontrahenten aufeinander losgehen oder die Medaille zwei Seiten hat. Alles ist Dualität, beide Seiten sind gültig, sind egal.

Unsere vorherrschende Meinung ist, dass man sich doch engagieren muss, die Wale retten, die Delphine, die Erde oder auch nur die hilflose alte Frau über die Straße bringen (wo sie vermutlich gar nicht hin will), wir müssen einen Standpunkt haben, der eine Seite der Dualität spiegelt. Schließlich will der Verstand wissen, auf welcher Seite, die der Guten oder die der Bösen, man sich einreihen will. Das muss erkennbar sein, sonst ist uns das Individuum suspekt.

Wenn mir aber die gute und die böse Seite völlig gleichWERTIG sind, weil sie es nun mal sind (schließlich ist die Vorderseite der Münze gleich viel wert wie die Rückseite, oder?), wenn ich beides in mir integriert habe, dann gehe ich über die Dualität hinaus. Ich muss nicht mehr bewerten. Vielleicht will ich nicht mehr sehen, wie die eine Seite die andere zu überwinden versucht. Vielleicht will ich mich einfach meiner eigenen Freude am Sein hingeben, ohne an den Weltuntergang zu denken. Das kann man nur, wenn beides gleich gültig ist, ich aber meinen Fokus auf das richte, was ich mir wünsche, was mir Freude macht, oder was schön ist – ohne dabei die jeweils dazugehörige andere Seite zu negieren.

Seinen Fokus auf etwas zu richten, was über diese Dualität hinausgeht, das ist Out of the Box des dualen Denkens. Damit erschaffe ich etwas, was es noch nie gegeben hat.


Experience, Expansion, Enlightenment, Expression