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Das „Spiel“, das wir Lichtarbeiter und Weltverbesserer hier auf Erden spielen, heißt: Wir kreieren unsere Realität durch das, was wir wählen, was für uns gelten soll.

Wir lassen dazu haufenweise alte Glaubenssätze los und wählen, was wir uns wünschen. Allerdings befällt die meisten nach einer gewissen Zeit ein unglaublicher Frust, weil nichts Wirklichkeit wird, was wir doch gewählt haben. Wir wählen uns schier den Wolf, aber fast nichts davon wird manifest. Es scheint, als würde ein Teil in uns etwas anderes wählen als wir hier, die wir in dieser Realität leben. Es sieht so aus, als ob wir keine Kontrolle darüber haben, und als wenn dieses Etwas irgendwie die Macht hat, unsere Realität auch ohne unsere Zustimmung zu kreieren. Was ist dieses Etwas, das in uns ist?

Es ist die Seele oder das Hohe Selbst, das unsere Wirklichkeit bestimmt, und es sieht so aus, als wenn es aus den alten Glaubensmustern heraus kreiert, die wir doch losgelassen haben. Wir haben geglaubt, dass wir als Mensch es sind, der die Wahlen trifft, doch es kommt von diesem Etwas im Inneren, der Seele, Spirit – und der Mensch scheint keine Wahl zu haben. Das ist mehr als frustrierend!


Beyond Power – Merabh

In dieses Beispiel spielen mehrere Ebenen mit hinein, und deshalb scheint es zuerst einmal den Verstand zu verwirren.

Die Antwort darauf, wer denn nun wirklich das auswählt, was dann letztendlich Realität wird, liegt in dem, was man als „synchrones“ Leben („sich im Fluss befinden“) bezeichnen kann. Wenn wir tatsächlich die Stimme unseres Herzens hören und dieser Stimme folgen, das heißt fühlen, wo es lang geht (wie z. B. „mein Weg ist die Freude“), gehen wir den leichten, den synchronen Weg. Das bedeutet, all unsere Instanzen (höheres Selbst, Mensch, Körper etc.) laufen synchron.

Zurzeit befinden wir uns in einer Art Übergangssituation. Wir üben uns im bewussten Wählen. Wir waren bisher so daran gewöhnt, aus verstandesmäßigen, pragmatischen Überlegungen heraus unsere Wahlen zu treffen, vernünftig eben, willentlich, doch das verändert sich jetzt. Besonders wichtig dabei sind:
a) unsere Sensibilität im Fühlen und
b) unsere sogenannte multidimensionale Wahrnehmung.

Daher immer wieder der Rat, sich „hinter die kleine Mauer“ zu stellen (also ganz bei sich zu bleiben und nur zu beobachten, was vor sich geht) und sich einen Überblick zu verschaffen („über den Tellerrand hinaussehen“). Das in Summe ist dann die Basis für eine Wahl.

Beim Wählen kann man in seinem Herzen den manchmal haarscharfen Unterschied fühlen, ob man aus einer beschränkenden Situation heraus wählt (Mangel), oder ob man wählt und dabei mit seinem Herzen in Resonanz geht. Es fühlt sich anders an.

Und dann lässt man die Kontrolle los und gibt seine Wahl frei (ein wichtiger Fakt, wenn man seine Wahlen manifest werden lassen will). Und auch da ist zu fühlen, ob man wirklich freigibt, oder ob man noch hier und da festhält (weil man beispielsweise einfach nur etwas Bestimmtes haben will).

Also wählen aus dem Herzen heraus, und die Wahl dann gefühlsmäßig freigeben…. Ob der Verstand das nun begreift oder nicht, ist schnurz! Daher sind auch alle Techniken und Regeln hinfällig, denn die haben bei Herzens- und Gefühlssachen nichts zu suchen.

Die grundlegende Frage beim erfolgreichen Umsetzen einer Wahl ist also: Womit identifiziere ich mich?

a) Mit meinem Herzen (Spirit)
b) oder dem Alten, Gewohnten: nämlich der Stimme meines Verstandes aus meinem Menschsein heraus?

Was uns dabei immer wieder irritieren kann, das sind die Aspekte. Unser gesamtes Selbst besteht in der überwiegenden Mehrheit aus Aspekten, die alle „eine Stimme“ in uns haben. Es ist also umso wichtiger, tatsächlich die Stimme des Herzens zu kennen, um sie aus dem inneren Stimmengewusel der Aspekte heraushören zu können. Das ist nicht ganz einfach, weil die Stimme des Herzens recht leise ist und Aspekte super tricky sein können und natürlich auch nicht blöde sind und versuchen, die Stimme des Herzens vorzutäuschen.

Erinnern wir uns von „hinter der kleinen Mauer“, also mit dem notwendigen gefühlsmäßigen Abstand, daran, wer wir sind, atmen bewusst und tief und entscheiden, womit wir uns identifizieren (Spirit oder Aspekt) und was wir ursprünglich wählen wollten!

Das Geniale an der ganzen Geschichte ist, dass es dabei nie Fehler geben kann, denn egal, womit wir uns identifizieren, wir machen Erfahrungen, dafür sind wir schließlich hier auf die Erde gekommen. Es gibt bestimmt menschlich hart empfundene Zeiten – oh ja! Und es wird auch immer eine Niederlage sein, wenn wir uns nur auf unsere menschlichen Aspekte konzentrieren bzw. uns damit identifizieren, denn das hieße dann – nach meinem Empfinden – die Sicht aus einer Perspektive von „vor der kleinen Mauer“ zu haben, also u. U. aus der Mitte eines Gefühlsstrudels heraus…

Sobald ich mich mit meinem Menschsein identifiziere und auch sehe, dass sich meine menschlichen Bedürfnisse nicht erfüllen und meine menschlichen Wahlen scheinbar ins Leere gehen, kapituliere ich und fühle mich wie die unwissende Marionette an den Fäden von Spirit. Zum einen verstärke ich damit die Abtrennung zwischen meinem Spirit und meinen menschlichen Aspekten, und zum anderen bestätige ich damit auch immer wieder, dass ich ja nur scheitern kann, weil ganz einfach unsere gewohnte Weise zu wählen nie klappen kann.

Nie zuvor haben wir auf anderer Basis als der menschlichen gewählt bzw. unsere Entscheidungen getroffen. Der Stimme des Herzens zu folgen war zu allen Zeiten sehr, sehr unvernünftig und gefährlich. Tja, klarer Fall von Denkste, „es ist ja nur ein Gefühl…“