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Mein Blick fällt auf die Soße, die vom Grillen übrig ist. American Sandwich steht drauf. Fa. Heinz… „Ja“, denke ich, „mit Soßen kann man ein Geschäft machen! Was ich verkaufe, ist Bewusstsein.“ Soßen muss man nachkaufen, wenn sie verbraucht sind. Bewusstsein verbraucht sich nicht. Die Menschen glauben, sie hätten es bereits. Stimmt ja auch, nur nutzen sie es fast gar nicht. Sie vertrauen auf ihren Verstand und ihr Wissen. Doch Bewusstsein fängt da an, wo das Wissen aufhört.

Beispiel: Da ist diese Frau. Sie ist allein und hätte gern einen Freund oder Partner. Diesen netten Kollegen vielleicht, in dessen Nähe man sich so wohlfühlt? Aber er hat deutlich gemacht, dass er an ihr als Partner nicht interessiert ist. Was kann sie tun? (Ende des Wissens)

Ist sie bewusst, beginnt sie jetzt, Energien zu bewegen. Es geht nicht drum, ihn zu becircen oder zu manipulieren, Es geht darum, ihn fühlen zu lassen, wer sie wirklich ist, ihn mit der Liebe, die sie in sich hat, bekannt zu machen. Das funktioniert nicht über den Verstand. Zu sagen: „Ich liebe dich, ich brauche dich, ich kann ohne dich nicht leben…“, wirkt eher abschreckend und wirft die Frage auf: Hat sie überhaupt Liebe in sich, die sie verschenken kann? Oder wird da nur ein Verlangen nach Geliebtwerden deutlich?


I Will Always Love You – Jurabek Juraev, 4 Jahre alt

Ich sagte es bereits: Unsere Frau ist bewusst. Selbst, wenn sie bisher über keine oder nur wenig Selbstliebe verfügt, jetzt wird sie sie entfalten. Sie setzt sich hin und beginnt einen Brief zu schreiben. Sie nimmt wahr, wie sehr Frust, Angst, Wut und Enttäuschung einem Liebesgefühl im Wege stehen. Also öffnet sie in ihrem Computer eine neue Datei und haut in die Tasten. Sie lässt alles raus, schimppft, jammert, weint, klagt an, fühlt sich als Opfer von Umständen … bis sie sich buchstäblich erleichtert fühlt.

Nachdem die Tränen abgewischt sind, beginnt sie jetzt ihren Brief. Es fließt leicht und locker. Sie schreibt nichts von Sehnsucht und Verlangen, sie schwärmt ihm dagegen vor, wie angenehm er ihr ist, wie gern sie mit ihm arbeitet, erwähnt die tollen Gespräche, sein Lachen … Sie schreibt jeden Abend einen langen Brief. Irgendwann meint sie, eine Antwort zu hören, eine Bemerkung, die er gesagt haben könnte. Sie schreibt auch das mit auf. Um in Stimmung zu kommen, liest sie jedes Mal die letzten Briefe durch, bevor sie ihm einen weiteren schreibt. Es wird immer besser, geht leichter, es entfalten sich Gespräche … Unsere Frau beginnt zu strahlen, lächelt in die Welt (statt ihr Frustgesicht aufzusetzen), der Kollege wundert sich, und irgendwann fragt er sie, ob sie mit ihm essen geht …

Was ist passiert? Die Frau hat die Liebe entdeckt – in sich selber und für sich selbst. Und das strahlt sie aus. Und mit den Briefen hat sie sich dem ICH BIN, also der Seele, des Mannes offenbart. Niemand kann der Liebe widerstehen, wenn sie bedingungslos gegeben wird.

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