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Meine Leser wissen, dass dies ein durch und durch positiver Text ist. Wer sich von diesen Worten abgeschreckt fühlt, gehört augenscheinlich zu der Sorte Mensch, die gern alles mit rosa Soße bekleckern. Hier ist der Ort der Wahrheit und Authentizität, rosa Soße gibt es hier nicht.

aus SHOUD 3 „Weitergehen Nr. 3“ vom 07. November 2015

Adamus St. Germain: Das Leben ist absolut schrecklich. Das menschliche Leben ist wirklich absolut schrecklich, und das ist jetzt der Punkt, wo ich in meine „ich werde heute ein paar Leute verärgern“-Tirade hinein starten werde. Das menschliche Leben ist unmenschlich. Das ist es. Das Leben und die Menschen sind zu dem Punkt gelangt, erbärmlich zu sein. Erbärmlich, wirklich traurig, und Pete, wenn überhaupt jemand, nickt mit seinem Kopf und sagt: „Ja“, weil er es erkennt. Er ist sozusagen ein Frischer, ist gerade auf die andere Seite gewechselt (einige kichern), und er erkennt, dass es da dieses ganze Gerede gibt: „Oh, wir sollten das Leben lieben. Wir sollten andere Leute lieben.“ Scheiß drauf. Ich meine wirklich, scheißt drauf, denn was ich andauernd sehe sind Leute, die sich immer mehr und mehr anstrengen und verzweifelter versuchen, das kleine selbstsüchtige menschliche Leben besser zu machen. Und ihr wisst, dass es nicht funktioniert. Ihr seid über den Punkt hinausgegangen und habt gesagt: „Ich werde lediglich die kleine Kiste aufräumen, in der ich wohne. Ich werde versuchen, sie ein wenig ordentlicher zu machen. Ich werde mich selbst glücklicher machen. Ich werde weiterhin Glücks-Kurse belegen und Glückspillen nehmen.“ Es funktioniert nicht. Es kommt an einen Punkt, an dem ihr erkennt, dass das Leben wirklich erbärmlich ist.

Das Leben auf diesem Planeten sollte für die Menschen eine Erfahrung sein, aber das ist längst nicht mehr so, wirklich. Das Leben kann eine erstaunliche, wunderschöne Erfahrung sein, aber das ist auf diesem Planeten längst vergangen. Die Menschen leiden. Die Menschen werden verrückt, und das wird so weitergehen. Ich meine, in diesen kommenden Jahren werdet ihr es mehr und mehr sehen. Sie werden verrückt werden, weil das Leben unmenschlich geworden ist. Das Leben ist dazu geworden. 


Beyond Power – Merabh

Nun, stellt euch vor, ihr geht für einen Tag in einen Zoo, und ihr denkt: „Dies wird eine großartige Erfahrung sein, in den Zoo zu gehen, und ich werde verschiedene Tiere sehen. Ich werde einige Zoo-Plüschtiere kaufen, um sie mit nach Hause zu nehmen, und ich werde im Zoo Essen und Zuckerwatte kaufen und Popcorn und Soda und das ganze Programm.“ Es ist ein lustiger Tag. Ihr geht in den Zoo, und ihr fangt an herumzulaufen. Ihr geht zum Affenhaus, und ihr geht zum Löwengehege, und ihr seht die Elefanten. Ihr seid so sehr davon gefangen, dass ihr vergesst, dass ihr im Zoo seid. Ihr vergesst, dass ihr für eine Erfahrung hierher gekommen seid, für einen Besuch. Und ziemlich schnell verblasst die Außenwelt, die Realität, die wirklich Realität, ihr vergesst sie.

Jetzt seid ihr im Zoo gefangen, und ziemlich schnell seid ihr in einem dieser Käfige. Und ziemlich schnell steckt ihr fest. Ihr seid in der Falle. Ziemlich schnell sitzt ihr im Käfig, und ihr bemerkt die Leute, die vorbeikommen und euch verspotten, die euch anschauen, und ziemlich schnell fangt ihr an, sie anzuknurren.

Ihr seid so in eurem Käfig im Zoo gefangen, und ihr versucht, euren Käfig zu säubern und für ein bisschen besseres Essen zu beten. Ihr betet für ein bisschen mehr Wärme in diesen kalten Nächten. Ihr betet für ein bisschen mehr Begleitung durch die anderen, die mit euch in eurem Käfig eingesperrt sind. Ihr vergesst, dass es nicht die Realität ist. Ihr vergesst, dass es nicht real ist. Aber ihr besteht darauf. Ihr arbeitet daran. Ihr versucht, ein besseres eingesperrtes Tier im Zoo zu sein. Ihr versucht, ein wenig schlauer als die paar anderen Tiere zu sein. Ihr versucht, im Zoo nicht zu altern. Ihr versucht, ein hübsch aussehender Affe im Zoo zu sein. Ihr vergesst, dass ihr nicht dort hingehört. Und schlimmer als das, jeder um euch herum hat es ebenso vergessen.

Es ist psychotisch. Ich meine, es ist wirklich psychotisch. Die wahrhaft Psychotischen sind nicht die Leute, die versuchen, unabhängig zu sein, nicht ihr, nicht diejenigen, die sagen: „Das ist nicht richtig.“ Die, die psychotisch sind, sind diejenigen, die versuchen, ihren Käfig im Zoo ein klein wenig besser zu machen, und das seid nicht ihr.

Ihr seid also in dieser Zwickmühle, meine Freunde, und diese Zwickmühle steckt irgendwie an diesem Zwischenort fest. Das Leben, Leben auf die alte Weise, welche psychotisch war, ist psychotisch. Es ist momentan eine unmenschliche Welt. Nur die Ränder zu polieren, so zu tun, als ob wir alle glücklich wären, so zu tun, als ob das Leben morgen besser würde, nervt. Es funktioniert nicht, und ihr wisst das. Ihr seid an diesem Punkt. Ihr seid fast an diesem Punkt angelangt von – es ist auch kein schlechter Punkt – einem Zusammenbruch. „Was kommt als Nächstes? Wohin gehen wir von hier aus, in dieser verrückten, psychotischen, erbärmlichen Welt?“

Es wird diejenigen geben, die sagen: „Oh! Adamus spricht schlecht über Menschen. Wir lieben Menschen. Wir werden heute Nacht einen Gebetskreis mit Kerzen und Singen machen.“ Ihr macht dies innerhalb eures Käfigs. Ihr macht es im Inneren des Zoos, und es ist nicht echt. Ihr könnt es tun. Ihr werdet euch besser fühlen, bis morgen früh und vielleicht bis zum nächsten Tag, und dann werdet ihr geradewegs wieder dort sein, wo ihr gewesen wart.

Sie werden sagen: „Adamus mag keine Menschen. Adamus ist arrogant.“ Nein. Ich weiß, ich fühle euren Schmerz, ich fühle euer Gefühl, dass ihr explodieren werdet, ein Gefühl, dass ihr nicht wisst, ob ihr bleiben, oder ob ihr gehen möchtet. Das ist das Schlimmste.

Lebt gut oder geht, ansonsten werdet ihr euch selbst verrückt machen. Nicht nur mental menschlich verrückt, das wird eventuell vorübergehen, sondern Seelen-verrückt. Ich meine, zutiefst verrückt. Das möchtet ihr nicht, so wie ich gerne auf das Red Lion-verrückt verweise (er bezieht sich auf das Buch „Der Rote Löwe“ von Maria Szepes), und dafür besteht überhaupt kein Grund.

Die Welt ist psychotisch. Ich spreche nicht schlecht über Menschen, über Leute. Die Menschen sind in Ordnung, aber sie glauben an diesen Kram. Sie glauben an Liebe. Sie sprechen über Liebe, und was ich bei so vielen sehe, ist Bedürftigkeit. Sie sprechen über Wohltätigkeit, und was ich bei so vielen sehe, ist Schuld. Sie sprechen über Glück, und alles was ich sehe, ist die Karotte, die vor dem Esel hängt und sie durch einen weiteren Tag bringt. Sie sprechen über ihre Religionen und ihre Götter, aber alles was ich sehe, ist Kontrolle. Sie sprechen über Fortschritt, und alles was ich sehe, ist Ablenkung. Sie sprechen darüber, die richtige Sache für das allgemeine Wohl zu tun, und alles was ich sehe ist, dass sie versuchen, mehr für sich selbst zu bekommen.

Bin ich den Menschen gegenüber ein wenig abgestumpft? Nein, ich liebe Menschen. Ich bin, ich war einer. Ich sage „ich bin, ich war“, weil ich dort gewesen bin, und ich es immer noch bin. Ich beziehe mich immer noch darauf. Ich lasse immer noch meine Menschlichkeit da, wo ich gehe, leuchten, aber ich bin auch aus dem Zoo herausgekommen. Ich habe dafür 100.000 Jahre gebraucht. Habe ich euch jemals die Geschichte erzählt? (Lachen, jemand sagt: „Habe noch nichts davon gehört, erzähl doch mal.“) Erzähl doch mal, bitte. Eines Tages wird es einen Film geben, der Film, den David schon immer machen wollte. Der Film „Saint Germain und sein 100.000 Jahre Kristall.“ Ah, es würde ein großartiger Film sein. Und wer wird darin die Hauptrolle spielen? Irgendjemand – Cauldre sagt Robert Downey Jr. Ja.

100.000 Jahre also einfach in einem Kristall sitzen. Das ist der Film. Und dann eines Tages: „Oh, ich habe mich hier selbst hineingebracht, ich kann mich auch selbst wieder herausbekommen.“ Und das ist der Film. Es dauert ungefähr 5 Minuten, um es zu tun. Ihr wisst, das war es! (Adamus kichert)

Ja, ich bin momentan dem Menschsein gegenüber ein bisschen abgestumpft, weil es so steckengeblieben ist. Kommunikation hat einerseits irgendwie bei der Freiheit und der Unabhängigkeit der Leute geholfen, aber wisst ihr, was geschah? Mit all der großartigen Technologie, Kommunikation, globale Vernetzung und dem Ganzen haben die Menschen einen kurzen Moment von ein klein wenig mehr Freiheit genossen und haben dann genau diese Technologie und diese Kommunikation und alles andere dazu benutzt, noch tiefer in ihren Käfig im Zoo einzutauchen. Sie haben genau diese Sache, die eine Befreiung und mehr Freiheit für diese Welt hätte bereithalten können, dazu benutzt. Und sie haben es jetzt sogar für noch mehr Psychosen benutzt und sind steckengeblieben.

Ihr seid an einem witzigen Ort – ha ha ha ha – witzig, dass ihr genau mittendrin seid. Ihr habt diese Schwerkraft bekommen, die jeden Tag und jeden Moment an euch zieht, und dennoch wisst ihr, es ist nicht real. Ihr wisst, dass es dort mehr gibt. Ihr seid interessant, denn so schwer die Dinge auch gewesen sind, ihr wollt immer noch mehr. Und ihr werdet darauf bestehen, was der Grund dafür ist, dass ich euch liebe. Ihr werdet darauf bestehen, bis ihr da draußen seid, bis ihr aus dem Käfig und aus dem Zoo rausgegangen seid und darüber lachen könnt.