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Du bist nicht dein Körper, du bist nicht der, der du zu sein glaubst. Der Mensch ist keineswegs EINER, du bist viele. In dir drin befindet sich ein ganzes Konglomerat aus Aspekten, die alle zu dir gehören und die auch alle mitmischen, wenn es darum geht, was mit dir passiert oder was nicht. Erst in fortgeschrittenerem Stadium, wenn du dein Bewusstsein erweitert hast und gewisse Tatsachen für dich Alltag sind, wirst du diese Teile dazu bringen können, das zu tun, was DU willst. Aber solange macht jeder Teil von dir das, was er für richtig erachtet.

Was tun deine inneren Anteile? Wie erschaffen sie dir das, was du als Wirklichkeit empfindest?

Eigentlich ist es ganz einfach: Sie hören dir erst einmal zu, wenn du redest bzw. denkst. Du denkst ja ununterbrochen, du denkst über das, was der Freund eben gesagt hat, genauso nach wie über das, was deine Mutter dir früher gesagt hat, was dein Chef von dir hält und welche Klamotten du dir kaufen willst. Du denkst drüber nach, wie lange du diesen Job wohl behalten wirst, was du machen willst, wenn das Geld nicht reicht, wohin du in Urlaub fährst oder wo du schon gewesen bist… Deine Gedanken gehen unaufhörlich in die Vergangenheit und in die Zukunft. Sie bewerten alles, was dir widerfährt und diskutieren mit Fantasiepersonen genauso, wie sie sich um alles Sorgen machen.


Beyond Death – A Merabh with Adamus St. Germain

Und deine inneren Anteile (Aspekte) hören einfach zu. Die Gedanken, in deren Folge die stärksten Gefühle auftreten, sind die, die für diese Teile am interessantesten sind, denn in der Regel wollen sie dir Freude machen und gehen also los, dir genau das zu beschaffen, was diese intensiven Gefühle ausgelöst hat.

Der Mensch ist hier auf Erden, um Erfahrungen zu machen, nicht um zu denken. Erfahrungen, die starke Gefühle auslösen, sind erwünschter als Erfahrungen, die nur deinen Denkapparat in Schwung bringen, aber den Körper stärker ermüden, als wenn du tiefgreifende, gefühlvolle Erfahrungen machst. Deine inneren Aspekte werten nicht, sie können nicht erkennen, ob du etwas verneinst oder etwas wünschst.

„So was will ich nie wieder erleben!“ Wenn du dabei sehr erregt bist, verletzt oder wütend, sind das starke Gefühle, die deine Aspekte dazu verleiten, dich wieder in genau solche oder ähnliche Situationen zu führen! Für sie hört es sich genauso an wie: „So was will ich wieder erleben!“ Eigentlich fühlen sie nur die Tiefe der Gefühle und erschaffen dir das, was das auslöst, weil sie glauben, du willst das haben.

Eine gute Möglichkeit, mehr von dem zu erschaffen, was man haben will, ist demzufolge, auf seine Gedanken zu achten, sie bewusst zu beobachten und nur positiv über die Dinge zu sprechen bzw. zu denken, die einem widerfahren. Klar, wenn bspw. mein Chef mit mir meckert, fällt es schwer, irgend etwas Positives darüber zu denken. Dann schiebt man am besten alle Gedanken daran erst einmal zur Seite und erlaubt sich nicht, dieses Ereignis überhaupt gedanklich zu kommentieren. Auch sollte man nicht gleich dem Kollegen erzählen, was dieser blöde Kerl gerade gesagt hat. Einfach schweigen und aus dem Kopf bannen. Und wenn man sich abgeregt hat, kann man es ja gut finden, dass man sich jetzt einen neuen Job suchen kann, wo die Bezahlung sowieso viel besser sein wird, oder man überlegt, was man anderes macht… aber bitte nicht wieder die unliebsame Begegnung wiederkäuen! Denn das erschafft in der Zukunft eine ebensolche, was du ja vermeiden willst!

Natürlich kannst du weiterhin deine Gedanken laufen lassen, wohin sie wollen, aber dann wundere dich nicht, wenn dir immer wieder ähnliche Situationen begegnen, die du gar nicht leiden kannst! Es ist gar nicht so schwer, ein bisschen aufzupassen, was im Kopf vor sich geht. Ein wenig Übung, weiter nichts!