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Ich habe schon früh in meinem Erwachsenenleben nach Möglichkeiten gesucht, dem „normalen“ Alltag zu entrinnen, der da heißt: Aufstehen, wenn man noch müde ist, sich auf den Weg zur Arbeit zu begeben, wenn es dunkel ist und regnet oder schneit, freundlich zu Kunden sein, weil der Chef darauf besteht, Frühstückspause zu machen, wenn man dran ist, damit die anderen auch ihre Pause kriegen… Abends nach Hause kommen, in den Sessel fallen, fernsehen, ins Bett fallen. Ist das Leben?

Ich kam mir vor wie ein Sklave, der einem anderen gehört. Ich hatte einen Arbeitsvertrag unterschrieben und damit meine Freiheit aufgegeben. Aber ohne Vertrag kein Geld, um zu leben. In unserer Zeit bedeutet Geld alles, vor allem für jene, die keines haben. Auf der anderen Seite: Arbeite ich, bekomme ich Geld, von dem ich auch nicht wirklich leben kann. Oder ist das Leben, wenn ich morgens aus dem Bett muss, wenn ich noch lange nicht ausgeschlafen habe, wenn ich funktionieren muss, weil ich einen Vertrag habe usw.? Ist das Leben?

Ich habe mal bei Wikipedia nach dem Begriff Sklave gesucht:

Sklaverei bezeichnet den Zustand, in dem Menschen vorübergehend oder lebenslang als Eigentum anderer behandelt werden. Bei der Sklaverei im engen Sinne der Geschichtsschreibung war das Recht, Sklaven zu erwerben, zu verkaufen, zu mieten, zu vermieten, zu verschenken und zu vererben gesetzlich verankert. Die Sklavengesetze regelten die privat- und strafrechtlichen Gesichtspunkte der Sklavenhaltung und des Sklavenhandels; darüber hinaus bestimmten sie auch, welche Rechte den Sklaven zugestanden wurden. In vielen sklavenhaltenden Staatswesen behielten Sklaven eine gewisse Rechtsfähigkeit und konnten z. B. die Gerichte anrufen oder Eigentum erwirtschaften, das es ihnen eventuell erlaubte, durch Selbstkauf die Freiheit zu erlangen. In manchen Staatswesen war Sklaverei erblich, d. h. die Nachkommen von Sklaven waren ebenfalls unfrei.

Im weiteren Sinne zählen zur Sklaverei auch Freiheitsberaubung und Nötigung von Menschen ohne gesetzliche Grundlage beziehungsweise als Verstoß gegen die geltenden Gesetze. Die Grenzen zwischen Sklaverei und „sklavereiähnlichen“ Erscheinungen wie etwa Zwangsarbeit sind fließend.

Und nun vergleiche mal:

Arbeitsverhältnis bezeichnet den Zustand, in dem Menschen vorübergehend oder dauerhaft als Angestellte oder Arbeiter für andere bezeichnet werden. Das Arbeitsverhältnis im engen Sinne der Rechtsprechung ist das Recht, Menschen anzustellen, sie an andere Firmen oder Filialen auszuleihen, sie auch in einer berufsfremden Position einzusetzen und ist gesetzlich verankert.

Das Arbeitsrecht regelt die privat- und strafrechtlichen Gesichtspunkte von Arbeitnehmer und Arbeitgeber bzw. der Leiharbeiter und Agentur, darüber hinaus bestimmt es auch, welche Rechte den Arbeitnehmern zugestanden werden. In vielen Staatswesen behalten Angestellte, Arbeiter und Leiharbeiter eine gewisse Rechtsfähigkeit und können z. B. die Gerichte anrufen oder Eigentum erwirtschaften, das es ihnen eventuell erlaubt, durch das gesparte „Vermögen“ die Freiheit zu erlangen. In manchen Staatswesen ist es unbedingt notwendig, Arbeitsverhältnisse einzugehen, auch die Nachkommen der Arbeitnehmer sind ebenfalls unfrei.

Im weiteren Sinn kommen in Arbeitsverhältnissen auch Freiheitsberaubung und Nötigung von Menschen ohne gesetzliche Grundlage beziehungsweise als Verstoß gegen geltende Gesetze vor. Die Grenzen zwischen Arbeitsverhältnissen und „arbeitsverhältnisähnlichen“ Erscheinungen wie Zwangsarbeit sind fließen.


Die Zukunft der Arbeit, Doku, NDR

Auch wenn wir uns gern einreden, dass gerade unsere Arbeit doch Spaß macht … Hast du noch Zeit und Kraft, dir vorzustellen, was du am allerliebsten tun würdest, wenn du genügend Geld hast, um genau das zu tun, was du sooo gern tun würdest. Was wäre das? Und warum? Bitte Kommentare …