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Kennst du die Stelle in der Bibel, an der der Engel Maria irgendetwas erzählt? Ich kann mich an den Inhalt nicht mehr erinnern, nur daran: „ … und Maria bewegte es in ihrem Herzen.“

Hm, wie geht denn sowas? Ich hab mir als Kind, wann immer das im Weihnachtsgottesdienst erzählt wurde, Gedanken gemacht, was das wohl bedeuten mag. Wie bewegt man etwas im Herzen?

Und gestern dachte ich so darüber nach, wie inbrünstig manche Menschen sich irgendetwas Bestimmtes wünschen. Es zieht im Herzen, die Sehnsucht zerreißt sie fast, aber das Gewünschte taucht nicht auf im Leben. Es bleibt fern. Warum?

Ganz einfach: Alles, was du dir wünschst, muss wohl etwas sein, das du nicht hast, Mangel also. Und wenn du jetzt noch viel Gefühl in den Wunsch steckst, dann ist deinen schöpferischen Aspekten klar: Du möchtest dich unbedingt nach diesem Etwas SEHNEN, du möchtest WÜNSCHEN. Also werden sie dir deinen dahinterstehenden Wunsch erfüllen, indem sie das Gewünschte und Ersehnte NICHT herbeischaffen. Du hast ja mit der Intensität deiner Gefühle klar gemacht, du willst wünschen, dich sehnen. Das Objekt deiner Begierde ist dabei anscheinend nur Mittel zum Zweck, um weiter wünschen und sehnen zu können.

Wenn du wirklich etwas haben oder erreichen willst, ist Wünschen und Sehnen nicht das angemessene Mittel. Es wird missverstanden. Besser ist es, wenn du so tust, als hättest du es bereits. Du imaginierst, du fühlst, du freust dich, obwohl es noch nicht aufgetaucht ist. Du denkst daran, als würde es bereits da sein in deinem Leben, im Alltag.

Und dieses denkende Fühlen, das kann man auch als „du bewegst es in deinem Herzen“ bezeichnen. Das also hat Maria gemacht… aha!

Schaffst du das durchgängig über eine gewisse Zeit, dann wird es auch so sein, versprochen! Aber Vorsicht: Jeder Zweifel daran macht es kaputt. Doch du kannst immer wieder aufs Neue beginnen, es in deinem Herzen zu bewegen. Und ganz nebenbei übst du auch noch, alle Zweifel loszulassen.


Hallelujah – Pentatonix