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“Ich verstehe dich besser, als du glaubst.“

Dieser Satz hat mich zum Nachdenken gebracht. Woher will einer wissen, was der andere glaubt? Und selbst, wenn er das gleiche erlebt hat wie der andere, ist es noch lange nicht dasselbe!

Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, seinen eigenen Hintergrund, einmalig, individuell, unvergleichlich. Wenn zwei Individuen das gleiche äußere Ereignis durchleben, geht jeder aufgrund seines speziellen Hintergrundes anders damit um, er erlebt also tatsächlich nicht dasselbe, sondern allenfalls etwas Ähnliches.

Wie kann es sein, dass ein Mensch, der ja nur aus sich selber hinaus projizieren kann, was an Erfahrungen in ihm ist, wirklich erkennen kann, was in einem anderen abläuft? Wie kann er durch seinen eigenen Erfahrungshorizont sehen und meinen, das fände im anderen statt? Kann das wirklich irgendjemand? Sag es mir!

Es erfordert ein hohes Bewusstsein, um alle möglichen Ebenen eines Geschehens wahrzunehmen. Und selbst dann zweifle ich durchaus daran, dass das, was ein Individuum tatsächlich erfährt, wirklich voll von einem Menschen verstanden werden kann, vielleicht nicht einmal von einem Aufgestiegenen Meister, wer weiß?


Morning Conversations with Jim Self and Roxane Burnett – Being Invisible

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