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Ein Beitrag von Stefanie Spachtholz

Unsere größten Geschenke, Einsichten, Bewusstseinsebenen, „persönliche“ Schatzkisten etc. haben wir einst liebevollst verpackt in einen Schutzwall von Ängsten, von so genannter Dunkelheit.

Das an sich ist absolut perfekt und genial. Denn in Zeiten der Dualität, in den Zeiten, in denen die Illusion von dunklen Kräften, dem großen dualen Entweder/Oder, entscheide ich mich für Licht oder Dunkelheit etc., eben im Zeitalter, als die Prioritäten absolut im Sammeln von Erfahrungen lag und liegt, ist es durchaus liebevoll, dieses Spiel weiterhin zu spielen.

Und wenn du spürst, du drehst dich wie im Kreis, du dich unbedingt darüber hinaus bewegen willst, du zwar denkst, die Angst vor irgendetwas beschützt dich, und du darfst diesen Weg nicht weiter gehen, bitte ich dich – wenn du magst – innezuhalten.


Aretha Frankling – A Change Is Gonna Come

Deine Essenz, alles was du bist, ist absolut sicher, unverletzbar, denn das ist deine Natur. Du hast dein Kostbarstes in Ängste verpackt, weil du ganz genau wusstest, dass irgendwann der perfekte Zeitpunkt, da sein würde, darüber hinauszugehen, dann, wenn du am wenigsten damit rechnest, diese Kostbarkeiten in Empfang zu nehmen. Der Verstand wird mit all seinen Mitteln versuchen, dich davon abzuhalten, womöglich wird er dir das Gefühl vermitteln, du könntest nicht mehr. Er wird alle Widerstände seines Repertoires mobilisieren und dir sagen, dass die Ängste aus sehr gutem Grund da sind. Ja, diese guten Gründe haben dir über lange Zeiten hinweg gedient, und nun ist es an der Zeit, darüber hinauszugehen, weiterzugehen und sich immer an den eigenen sicheren Raum zu erinnern. Sei dir der Widerstände bewusst und lasse sie zu, atme sie ein und gönne dir selbst die Erfahrung, dass sie, wie auch die Ängste, mentale aufgeblasene Papiertiger sind, und wenn du dich fühlst, du ganz einfach mit einer Stecknadel hineinpiecksen kannst, wobei sich diese bedrohlichen Schreckgespenster in Wohlgefallen auflösen. Es sind bloß Illusionen. Vertraue dir, deinem Herzen, vollständig und misstraue deinem Verstand, er weiß es nicht besser, er will dich bloß beschützen, und er hat nicht die geringste Ahnung, was sich hinter den Ängsten und Widerständen befinden, es ist ganz einfach nicht sein Job.

In meinem Erleben war ich bass erstaunt, wie Ängste sich verlagert hatten. Tod und Teufel konnten mich nicht mehr schrecken, selbst Spinnen konnten mich nicht mehr aus der Fassung bringen, aber scheinbare Banalitäten sehr wohl. Und so kurios es auch sein mag, darin lagen die größten Herausforderungen. Banalitäten versuchten, mir das Gefühl zu vermitteln, ich sei in Lebensgefahr, mein gesamtes System drehte durch, ich kam manchmal nicht mehr an mein Gefühl heran, und so entschied ich mich häufig in diesen Momenten für einen straffen Marsch am Rhein und erlaubte, selbst wenn es mich zerreißen sollte, ich gehe weiter, ich bewege mich darüber hinaus, und dann, ganz plötzlich, zerbarst die „gefährliche“ Illusion, und da war ich wieder – in meiner Ich-Bin-Präsenz – da, wohin mein Herz mich trägt.