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Respekt ist kein nach außen gerichtetes Verhalten, es ist eine Selbstverpflichtung, ein Kodex, nach dem man lebt, weil man es für gut und richtig erkannt hat.

Wenn du dich immer noch dabei erwischst, dass du in bestimmten Situationen dein Lieblingsschimpfwort auf andere anwendest, sei es auch nur in Gedanken… Wir alle denken uns zu oft so etwas, wenn wir uns nicht ganz wohl fühlen. Es scheint zu helfen, wenn wir uns vom anderen abwenden und z. B. „Ar…loch“ denken, aber genau genommen ist es ein Mangel an Respekt, und zwar uns selbst gegenüber, denn wir wissen doch inzwischen, dass es gar kein wirkliches Außen gibt. Alles ist in uns und wird nur auf eine „Leinwand“ projiziert (Adamus nennt es „bon“, das Medium, in dem Leben stattfindet).

Also ist ein despektierliches Wort für andere eines für uns selber. Respekt bedeutet letztendlich immer, sich selber zuerst zu respektieren (oder eben nicht zu respektieren).

An diesem Beispiel wird auch klar, was oft als Egoismus abgewertet wird. Egoist zu sein, ist geradezu ein Schimpfwort, als dürfe man nicht an sich selber denken. Aber alles beginnt bei dir selber und geht von dir aus. Du kannst die Welt da draußen nur so weit verändern, wie du dich selber verändern kannst. Also sorge gut für dich, respektiere dich und das Schwerste: liebe dich! Denn wie könntest du jemand anders lieben, wenn du keine Liebe für dich selber fühlst?


Lexi Walker – „O Holy Night“ (Live at the 30th Annual Christmas Carole Sing-Along 2014)